Hast Du mal 5 Minuten?
Fünf Minuten dauert es, den neuen Apple Spot mit Pedro Pascal zu schauen. Ich geb’s zu, ich habe mehr Zeit investiert. Dieser sympathische Typ, sein Testosteron und Dragqueen Moves - super Kombi. You’re perfect, now work it! Selbst mein sehr straighter Drache kann den Blick kaum abwenden, hahaha. Interessant, dass je nachdem wo du liest, entweder die angebliche Trauer in den Fokus gerückt wird oder eben über Diversität, Transmenschen etc. geschrieben wird. Ich habe das Ding gesehen und sofort gedacht: hier geht‘s darum zu zeigen, dass Apple im Gegensatz zu anderen Firmen und Konzernen (hoffentlich) nicht abweichen wird vom eingeschlagenen Weg. Ich hätte da noch weitere Ideen und Gedanken, aber das führt zu weit.
Fünf Minuten waren noch zu viel. Kriege keine Antwort, was das Treffen am Montag angeht, nur wieder von meiner Kollegin irgendwelchen Tratsch. Direkte Nachfragen meinerseits werden nicht beantwortet. I‘m not amused. Zeitweise wollte ich alles fallenlassen und gehen.
Es dauert viel (!) länger als fünf Minuten, das Kind wieder einzufangen. Seit Mittwochmorgen ist sie nun zu Hause. Ich hatte zum Glück die Bürotage schon weg und sie ihre Arbeiten. Ganz viel ist hormonell, wie eine Spirale, die sich abwärts dreht. Ok, ich kriege das hin, aber es ist wirklich mit viel Geduld und Zeit verbunden. Es tut mir unendlich leid, dass sie mit 11 schon Dinge lernen muss, die mich erst viel später interessieren mussten.
Diese Woche habe ich auch Zeit investiert, um mich in anderer Leute Tarifvertrag und Rahmenvereinbarungen reinzulesen. Uff, der Drache muss quasi seine Arbeitsplatzbeschreibung selbst verfassen. Wer hat‘s am Ende gemacht? Ja. Und das waren keine „hast Du kurz Zeit, will Dir was zeigen“-Zeitspannen wie eigentlich gedacht.
Habe gerade drei Einladungen vorliegen, von Leuten, die nach langer Zeit die Firma verlassen, die ich gut kenne und schätze. Ich gehe zu keinem dieser Events. Sie laden viel zu viele Menschen ein in zu kleine Räume und zu Zeiten, wo ich (zum Glück?) gar nicht erst da bin. Ein Teil von mir tendiert zu „geh trotzdem hin, lass dich blicken, zeig, dass es dich noch gibt“, ein anderer Teil aber weiß, es ist purer Stress und es wird nicht möglich sein, persönliche Worte anzubringen. Also schreibe ich meine eigenen Abschiedsmails und bedaure irgendwie, nicht den Mut dieser Leute zu haben. Andererseits bin ich wirklich loyal - wenn es einen interessierte, könnte das toll für die Firma sein. Nun ja, es interessiert keinen. I‘m still not amused.
Keine Ahnung, was wieder los ist. Im Moment habe ich wieder verstärkt diese nächtlichen Attacken. Aus dem Tiefschlaf reißt es mich hoch, ich schreie um Hilfe oder schimpfe was das Zeug hält, falle kurz danach wieder in Tiefschlaf. Ich weiß, dass ich während der Attacke bzw. davor immer das Gefühl habe zu sterben, aber weder Sauerstoffsättigung (Apnoe? Was abgeklemmt? Zunge verschluckt?), noch Herzfrequenz oder Herzfrequenzvariabilität (Herzkreislaufprobleme?) zeigen irgendwas an. Alle Werte waren toll letzte Nacht… na herrlich. Selbst der Puls ist nicht zu tief runtergegangen. Vielleicht wäre ein CGM wieder mal gut, vielleicht war ich unterzuckert.
Ganze 75 Minuten (manche sagen 76 Minuten) lang ist das Staffelfinale der S2 von Severance. Darauf freue ich mich und bin gespannt. Ich habe mir was ausgedruckt von einer, die bei Reddit kleine Skizzen mit Mark, Milchick und Helly gezeigt hat. Habe mir das gerahmt und hier beim Schreibtisch aufgestellt. Es ist von der Szene, wo Mark sagt „Work is just work“.
Es ist witzig, wie sehr einem so kleine Dinge das Leben versüßen können. Whimsify your life… Erinnert mich an meine Zeit in der City, wo ich immer irgendwelche Dinge ausgedruckt und dekoriert habe. Dieses Bild jedenfalls berührt mich irgendwie.
„I have your word you‘ll be at work tomorrow?
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You do. I promise.“